Nach den Kyu-Graden kommen die Meister- oder Dan-Grade, die schwarzen Gürtel. Beim Wettkampf gibt es zur Unterscheidung für die Kamprichter noch einen roten oder weißen Gürtel zusätzlich zum persönlichen Gürtel. Beim Turnier werden vor einer Begegnung die Namen von den Listenführern aufgerufen, wobei immer der Erstgenannte zusätzlich den roten Gürtel hat und der zweite den weißen Gürtel. GürtelprüfungenZur Vorbereitung für die Gürtelprüfungen erhält der Judoka eine Übersicht mit dem geforderten Prüfungsprogramm, das sich aus mehreren Teilen zusammensetzt. Das sind die Falltechniken, ein Standprogramm mit Wurftechniken, ein Bodenprogramm mit verschiedenen Halte-, Würge- und Hebeltechniken, sowie die Anwendungsformen dieser Techniken. Gürtelprüfungen werden üblicherweise in einem jährlichen Rhythmus abgelegt. Die Gürtelprüfungen finden meist vor Weihnachten und vor den Sommerferien statt. Für die Gürtelprüfung wird eine Prüfungsgebühr erhoben, die nahezu komplett an den Verband für Prüfungsmarken u.ä. abgeführt werden muss. Die Gebühr für die erste Gürtelprüfung liegt etwas höher, weil hierbei ein neuer Judopass ausgestellt wird. InfowandIm oberen Gymnastikraum befindet sich links neben dem Eingang unsere Infowand. Dort findet man die Bilder von letzten Veranstaltungen, einen Terminplan über die Turniere und Meisterschaften der nächsten beiden Monate, Gewichtsklasseneinteilungen und alles was sonst noch so interessieren könnte. Jahreshauptversammlung (JHV)Es findet jedes Jahr eine Jahreshauptversammlung statt. Hierbei berichten die Trainer und Funktionäre des Vereins über ihre Aktivitäten des vergangenen Jahres, der Kassenwart berichtet über die finanzielle Situation, es werden turnusmäßig Neuwahlen durchgeführt und es erfolgt die Entlastung der Funktionäre.
Jedes Mitglied hat das Recht Anträge zur JHV einzubringen. Diese müssen schriftlich beim Vorstand eingereicht werden. Über den Termin der JHV und die Tagesordnung wird im Amtsblatt und unserer Homepage informiert. Jedes Mitglied ab 16 Jahren ist bei der JHV stimmberechtigt und kann somit wichtige Entscheidungen im Verein mitbestimmen. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren sind die Erziehungsberechtigten in der JHV stimmberechtigt. JahressichtmarkenFür die Gültigkeit eines Judopasses ist eine Jahressichtmarke notwendig. Gültige Judopässe sind bei der Teilnahme an Turnieren, Meisterschaften oder Ligarunden, sowie bei der Teilnahme an Verbandslehrgängen und Gürtelprüfungen notwendig. Die Jahressichtmarken werden am Jahresanfang vom JUDO-Club Köngen e.V. gekauft und haben eine Gültigkeit bis zum 1. März des Folgejahres. Benötigt ein Mitglied des JUDO-Club Köngen e.V. eine Jahressichtmarke, wird ihm diese vom Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. JudopassEin Judopass wird für jeden Judoka vor der ersten Gürtelprüfung erstellt. Hierzu ist ein Passbild erforderlich. In diesem Pass werden neben dem Namen und Geburtsdatum auch die Vereinszugehörigkeit, die Startberechtigung, die Gürtelprüfungen und die Wettkampferfolge eingetragen. Der gültige Judopass muss bei jeder Turnierteilnahme beim Wiegen dem dortigen Kampfrichter vorgelegt werden. Der Judopass wird innerhalb des Vereins aufbewahrt und verwaltet, kann aber auch auf Wunsch dem Mitglied ausgehändigt werden. JugendordnungDer JUDO-Club Köngen e.V. besitzt eine Jugendordnung. Diese kann beim Vorstand auf Anforderung eingesehen werden. KündigungDie Kündigung der Mitgliedschaft zum Ende des Jahres muss bis zum 30. September des laufenden Jahres schriftlich an den Vorstand erfolgen. Kündigungen, die nach diesem Termin erfolgen, können erst zum Jahresende des Folgejahres berücksichtigt werden. Eine Kündigung ist nur dann gültig, wenn sie schriftlich vom Verein bestätigt wird! Meisterschaften und TurniereDer JUDO-Club Köngen e.V. nimmt regelmäßg an Turnieren, Meisterschaften und Ligarunden teil. Teilnehmen können grundsätzlich alle Judoka, die mindestens den weiß-gelben Gürtel haben. Wer an einem Turnier teilnehmen möchte, meldet sich beim jeweiligen Trainer. Die Anmeldung beim Veranstalter erfolgt durch den Betreuer, meist 1 Woche vor dem Termin. Das notwendige Startgeld für das Turnier oder die Meisterschaft wird i.d.R. vom Verein bezahlt. Treffpunkt für die Abfahrt ist in aller Regel der Parkplatz bei der Burgschule. Kinder und Jugendliche werden üblicherweise nach dem Turnier oder der Meisterschaft an der Wohnung abgesetzt. Wir freuen uns über alle Eltern oder auch älteren Geschwister, die bei einem Turnier oder einer Meisterschaft als Fahrer zur Verfügung stehen können (siehe auch Punkt Zusatzversicherungen). Ist ein gemeldeter Judoka erkrankt oder sonst verhindert, sollte unbedingt und auch baldmöglichst der verantwortliche Betreuer oder ein Vertreter benachrichtigt werden, damit der Teilnehmer noch abgemeldet werden kann. Sonst wird das Startgeld auf jeden Fall vom Veranstalter erhoben. Außerdem warten sonst auch die anderen Judoka beim Turniertag unnötigerweise am Treffpunkt. Bei Judoveranstaltungen in Köngen freuen wir uns über jede Kuchenspende, jeden Helfer und vor allem auch über jeden Zuschauer. Passive Mitgliedschaft / FördermitgliedEine passive Mitgliedschaft beinhaltet keine Teilnahme
am regelmäßigen Sportbetrieb. Passive Mitglieder
unterstützen mit ihrem Beitrag
die Arbeit des Vereins.
Fördermitglieder sind passiven Mitgliedern gleichzusetzen,
bezahlen jedoch auch mit Status passiv den vollen Aktivenbeitrag.
Entsprechende SatzungDie gültige Satzung des JUDO-Club Köngen e.V. kann beim Vorstand eingesehen werden. SpendenSpenden sind, wie überall, herzlich willkommen. Spendenbescheinigung für die Einkommensteuererklärung oder den Jahresausgleich sind über den Kassenwart erhältlich. Trainer / Betreuer
TrainingsortDas Judo-Training findet i.d.R. im oberen Gymnastikraum der Burgschule Köngen statt. Das Krafttraining ist ebenfalls in der Burgschule, im Kraftraum neben dem unteren Gymnastikraum. Trainingszeiten(Änderungen vorbehalten)
Wegen des notwendigen Aufbaus der Judomatten sollten die Teilnehmer der jeweils ersten Gruppen bereits 15 Minuten früher anwesend sein. Vorstand(Stand Jan. 2009)
Was ist Judo?Prof. Jigoro Kano, der Begründer des Judo (der sanfte, geschmeidige Weg, den man im Leben beschreiten soll), entwickelte diesen Sport aus japanischen Kampf- und Verteidigungskünsten der Feudalzeit. Er hatte sich mit Sumo und mehreren Selbstverteidigungs-Stilen (Tenjin-shinyo-ryu und der Kito-Schule) beschäftigt und schuf ein Erziehungssystem, das (nach seinen Worten) "den Körper auf interessante, zu längerem Studium anregende Weise stärken und gesund erhalten soll, und von Männern und Frauen jeden Alters auch als Wettkampf ausgeübt werden kann." Kano stellte zwei Grundsätze auf, die den pädagogischen Aspekt des Judo in den Vordergrund rückten:
Im Jahre 1882 versammelte einer seiner Schüler im Tempel Eishoji in Tokio die ersten 10 Judoka und gab der neuen Übungsstätte den Namen "Kodokan" (Schule zum Erlernen des Weges). Nach gründlichem Studium hatte er die alten Selbstverteidigungstechniken verbessert, das Brauchbare zu einem neuen System zusammengefasst und bedenkliche Kampfpraktiken eleminiert, so dass Training und Wettkampf ohne Gefahr möglich wurden. Judo verbreitete sich zunächst in Japan und wurde Lehrfach an den Schulen. Allmählich entwickelte sich Judo dann zu einer internationalen Wettkampfsportart. Judo wird heute in allen Erdteilen von Millionen Menschen beiderlei Geschlechts betrieben und ist seit 1964 Olympische Disziplin. Der Kodokan, das Weltzentrum des Judo, residiert inzwischen in einem modernen Hochhaus in Tokio. Judoka trainieren im "Dojo" (Übungshalle). Der Boden des Dojo ist mit (ursprünglich Reisstroh-) Matten (Tatami) ausgelegt. Judoka tragen als Sportkleidung den "Judo-gi" (Jacke, Hose, Gürtel). Der Kenntnisstand des Judoka ist an der Farbe seines Gürtel ersichtlich (Gürtelfarben). WettkampfregelnWettkampfziel:Ziel ist es, einen vollen Punkt (Ippon) zu erreichen. Dies erreicht der Judoka vorzeitig:
Erreicht kein Kontrahent einen vorzeitigen Sieg, gewinnt der Judoka, der die höhere Wertung auf seinem Punktekonto verbuchen konnte. Steht es am Ende der Kampfzeit unentschieden, gilt die sogenannte "Golden-Score-Regel". Dies bedeutet, dass der Kampf so lange fortgesetzt wird, bis einer der Judoka eine beliebige Wertung erreicht. Ist eine weitere komplette Kampfzeit ohne Wertung abgelaufen, so entscheidet der Kampfrichter. Wettkampfzeit:
Wettkampffläche:Die Größe der eigentliche Wettkampffläche beträgt zwischen 5m × 5m (U 10) und mindestens 7m × 7m (Erwachsene). Um diese Kampffläche herum ist noch einmal eine mindestens 2 bis 3m breite Sicherheitsfläche, die eine andere Farbe hat. Die gesamte Mattenfläche ist damit mindestens 9m × 9m bei der Altersklasse U 10 und bei den Erwachsenen mindestens 13m × 13m groß. Zwischen zwei Kampfflächen muss der Abstand mindesten 3m betragen. Teilweise ist es noch üblich, die Wettkampffläche in eine (meist grüne) Innenfläche, die von einer 1m breiten roten Warnfläche umgeben ist, zu unterteilen. Die Warnfläche hat jedoch nach den aktuellen Regeln keine spezielle Bedeutung mehr, sie ist normaler Bestandteil der Kampffläche. Kommandos:Hajime = kämpfen
Mate = Kampfunterbrechnung / lösen
(KR hebt eine Hand in Schulterhöhe, wobei der
Arm nahezu parallel zur Matte ist, und zeigt dem Zeitnehmer
die offene Handfläche mit den Fingern nach oben)
Osae-komi = Haltegriff
(KR zeigt mit seinem Arm nach unten in Richtung der
Kämpfer, wobei er sich in deren Richtung beugt und
sie ansieht)
Toketa = Haltegriff gelöst
(KR streckt einen Arm nach vorne und bewegt ihn
zwei- oder dreimal schnell von rechts nach links hin
und her)
Soro-made = Kampfende
Wertungen:Ippon =
voller Punkt (Sieg), Unterbewertung = 10 Punkte
(KR hebt einen Arm mit der Handfläche nach
vorn hoch über seinen Kopf)
Waza-ari =
halber Punkt, Unterbewertung = 7 Punkte
(KR hebt einen Arm mit der Handfläche nach
unten seitwärts in Schulterhöhe)
Yuko =
mittlere Wertung, Unterbewertung = 5 Punkte
(KR hebt einen Arm mit der Handfläche nach
unten 45 Grad seitwärts von seinem Körper)
Koka =
kleine Wertung, Unterbewertung = 3 Punkte
(KR hebt einen gebeugten Arm hoch mit dem
Ellenbogen an der Körperseite, Handfläche nach
vorne, wobei der Daumen in Richtung der Schulter zeigt)
Strafen im Wettkampf: (= Wertung für den Gegner)1. Shido = 1. Bestrafung (Koka)
2. Shido = 2. Bestrafung (Yuko)
3. Shido = 3. Bestrafung (Waza-ari)
Hansoku-make = Disqualifikation (Ippon)
Gewichtsklassen:
Bei den Kindern und Jugendlichen gibt es sehr viele verschiedene Gewichtsklassen. Die einzelnen Gewichtsklasseneinteilungen mit den dazugehörenden Altersstufen sind in einer Übersicht zusammengestellt, die sich an der Infowand befindet. ZusatzversicherungenDurch die Mitgliedschaft im JUDO-Club Köngen e.V. ist jedes Mitglied zusätzlich unfallversichert. Die Verfahrensweise ist wie bei einer privaten Unfallversicherung. Zusatzversichert sind ebenfalls die Eigenbeteiligungen von Zahnersatz und Brillenreparaturen. Der JUDO-Club Köngen e.V. besitzt außerdem eine Vollkasko-Versicherung für alle Fahrzeuge, die von Mitgliedern für Fahrten im Zusammenhang mit dem JUDO-Club Köngen e.V. gefahren werden. Zum Schluss:Unser Motto: Wir sind zwar gut, aber wir können immer noch besser werden. Sie haben eine Idee, Vorschläge, Anregungen oder
Tipps? Kurzfristige Änderungen, Veranstaltungen und andere Aktivitäten werden im Köngener Anzeiger veröffentlicht oder sind unter www.jckoengen.de zeitnah verfügbar. Stand: 27. Mai. 2011
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